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Ein Führungsdilemma, das nicht verschwindet - insbesondere für KMU

Wenn Sie jemals ein Unternehmen oder eine Geschäftseinheit geleitet haben, kennen Sie die Spannung. Einerseits ist Ihr Unternehmen auf Effizienz angewiesen, um die heutigen Abläufe zu gewährleisten. Auf der anderen Seite braucht Ihr Unternehmen Innovation, um seine langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Beides ist überlebenswichtig!


Wie können wir also in diesem Paradox klug führen, ohne zu sehr auf eine Seite zu kippen?


The Dilemma of Balancing Efficiency and Innovation

Das Dilemma ist real - und es wird sich nicht auflösen.

Es geht nicht um eine einmalige Entscheidung zwischen Stabilität und Neuartigkeit. Es ist ein ständiger Balanceakt - einer, mit dem viele Führungskräfte im Stillen kämpfen:

"Wie schütze ich die Leistung und erlaube Experimente?“
"Wie fördere ich mutiges, innovatives Denken, ohne Chaos zu verursachen?“
"Woher weiß ich, wieviel Ressourcen ich in die Optimierung von Bestehendem und wieviel in Innovationen investieren muss?"

Wenn man sich zu sehr auf die Effizienz konzentriert, erstickt man die Innovation. Wenn man sich zu sehr auf die Innovation konzentriert, geht die Zuverlässigkeit verloren.


Was funktioniert: Beidhändiges Führen

Beidhändige Organisationen versuchen nicht, alles in eine Form zu pressen.

Stattdessen schaffen sie zwei unterschiedliche Arbeitsweisen:


Der stabile Modus

  • Konzentration auf Leistung, Qualität und kontinuierliche Verbesserung (KVP)

  • Klare Rollen, KPIs und Verantwortlichkeiten

  • Fördert operative Exzellenz und Skalierung

Der Erkundungsmodus

  • Entwickelt für Kreativität, Lernen und Iteration

  • Ermutigt zu einer sicheren Umgebung für Fehlschläge

  • Eröffnet neue Möglichkeiten und fördert die Bereitschaft für die Zukunft


Und hier liegt die Herausforderung für die Führung:

  • Es geht nicht nur darum, beides zuzulassen.

  • Es geht darum, beides aktiv zu schützen und strategisch zu steuern.

  • Es geht darum, mit zwei sehr unterschiedlichen Stilen parallel zu führen und zu managen.

  • Je kleiner die Organisation ist, die Sie leiten, desto größer ist die Herausforderung.


Wie lässt sich Innovation verwirklichen - ohne die betriebliche Effizienz zu beeinträchtigen?

Die folgenden Tools und Methoden bieten einen geschützten Raum und Ablauf für Innovation von Produkten, Services oder Prozessen. Alle dieser Tools sind stark ergebnisorientiert und gehen weit über die klassischen Brainstormings hinaus. Sie richten die Gedanken nicht daurauf, von einer weit entfernten, ausgefallenen Zukunft zu träumen, sondern darauf, möglichst zeitnah etwas Greifbares zu schaffen. Ohne Zeit oder Geld zu verschwenden.

  • Design Thinking workshops, um vom Problemlösen zum Problemverstehen zu kommen.

  • Prototyping sprints, bei denen Lernen wichtiger ist als Perfektion.

  • Cross-functional teams, um das Silo-Denken aufzubrechen und die Gedankenvielfalt zu erhöhen.

  • Hackathons, um Impulse zu setzen und kühne Ideen zu erforschen, die auch tatsächlich machbar sind.

  • Strukturierte Innovation-Funnels zur systematischen Bewertung, Finanzierung und Skalierung der richtigen Ideen.

Diese Formate sind kein Innovationstheater und keine Magie. Um zu funktionieren brauchen sie Führung, disziplinierte Umsetzung und Konsequenz - Eigenschaften, die meiner Erfahrung nach gerade in KMU reichlich vorhanden sind. Was häufig noch braucht ist ein Bewusstsein für die beiden Betriebssysteme und eine Brücke, die beides verbindet.


Welche Rolle spielt also die Führung bei all dem?

Es geht nicht darum, mehr zu tun, es geht darum, Orientierung und Anleitung zu geben, es geht darum, loszulassen und dem Prozess zu vertrauen. Das bedeutet auch, ruhig zu bleiben, Entscheidungen auf der Grundlage von Fakten und nicht von Gefühlen zu treffen und zu verstehen, dass auch Ihr Team nicht alle Antworten kennt. Es ist wichtig, den Prozess als einen Prozess zu sehen, in dem man als Team und als Führungskraft Klarheit gewinnt:


  • Wissen, wie und wann man den Modus wechseln sollte - und anderen helfen, mit einem zu wechseln

  • Vertrauen in beide Systeme aufbauen

  • Zielklarheit bei Unklarheit schaffen

  • Neugierde, Engagement und Mut vorleben, nicht nur Kontrolle


Denn das größte Innovationshemmnis ist nicht ein Mangel an Kreativität - sondern eine Kultur, die nur das belohnt, was heute funktioniert, basierend auf den Verbesserungen von gestern.


Letzter Gedanke:

Die Frage lautet nicht: „Brauchen wir Innovation?“

Wir alle kennen die Antwort darauf.


Die eigentliche Frage lautet:

“Wie schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass Innovation und Ausführung nebeneinander bestehen können?”

Ich würde gerne von Ihnen hören:

Wie schaffen Sie in Ihrem Unternehmen ein Gleichgewicht zwischen diesen beiden Modi? Was sind ihre Herausforderungen?

 
 
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